Blankenese 2: Saisonauftakt nach Maß

Saisonstart für Blankenese 2. Zur Saisoneröffnung ging es gegen unsere Nachbarn aus Lurup, also ein Lokalderby. Unsere 4. hat vor einer Woche bereits gegen Lurup 2 gewinnen können, da wollen wir natürlich nachlegen. Wir konnten in Bestbesetzung antreten und waren von der Papierform sicher favorisiert. Aber jede Schlacht muss erstmal siegreich geschlagen werden, und zwar nicht nur auf dem Papier. Im Einzelnen spielten Maximilian gegen Otto Cassens DWZ 1702), Holm gegen Erhard Starck (1853), Bernd gegen Frank Isenecker (1464), Bijan gegen Dirk Zinke (1425), Alfred gegen Gerd Reinecke (1501), Volker (also ich) gegen Andreas Diring (1321), Bahaa gegen Schorsch Pawel (1448) und Valeriya gegen Bernd Filipzik (1319). Alle kamen unbeschadet aus der Eröffnung. Selbst Alfred, der anfangs vor allem mit der Dame herumtigerte. Bernd wehrte cool einen zu optimistischen Angriff ab, Bahaa pflanzte als Schwarzer einen Bauern zunächst auf d4, der dann auf e3 geparkt wurde und dessen Rückeroberung dem Gegner einige Tempi abverlangten. Sah gut aus. Ich konnte einen Bauern mitnehmen, hatte ein schönes Zentrum und die Figuren harmonierten gut. Sah auch gut aus. Valeria lag dann auch einen Bauern vor, sah nach mind. einem sicheren halben Punkt aus. Schlecht stand eigentlich keiner. Bernd war es dann vorbehalten, in seiner ersten Partie für Blankenese 2 das erste Ergebnis zu melden. Er gönnte sich einen gegnerischen Turm und fand den Schlüssel, dass es nicht zum TT gegen D Endspiel kam, sondern dass TT gegen T übrig blieb. Oder wahlweise T gegen nix, 1:0. Bahaa und ich hatten derweil richtig Spaß an unseren Partien. Bahaa hatte Schorsch richtig gut verkantet und dann auch bald einen Offizier mehr. Ich wand noch Zeit auf, um vor allem kein Gegenspiel mehr zuzulassen. Kurz darauf durfte ich dann den zweiten Punkt hinzufügen, nachdem eine hübsche Schlusskombi mit 2 hängenden Figuren dennoch ein nicht parierbares Matt in 1 vorbrachten.

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Holm hatte noch den Fernost Jetlag in den Knochen und verzichtete durchaus weise auf einen zähen langen Kampf und nahm stattdessen einen halben Punkt mit. Die Stellung war auch ausgeglichen. Bahaa gewann dann auch. Maximilian stand solide und remisverdächtig, Alfred auch, wenn auch mit einem Minusbauern. Bijan bekam langsam aber sicher Oberwasser und drückte mächtig auf einen gefesselten Läufer. Valeriya hatte im Endspiel einen Bauern mehr und einen guten Springer gegen einen schwachen Läufer. Nachdem der Gegner die Figuren tauschte, hatte sie im reinen Bauernendspiel eben einen Bauern mehr und verwertete diesen Vorteil zum Sieg. Damit war der Mannschaftserfolg gesichert. Alfred schickte sich dann an, den Minusbauern zurück zu erobern und wurde von einem Springer-Dauerschach heimgesucht. Dem auszuweichen hätte einen wichtigen Bauern und möglicherweise die Partie gekostet, daher Remis. Bijan kam irgendwie dann doch nicht so recht weiter und nach einigen Abtauschen einigten sich die Kontrahenten friedlich auf Remis. Blieb noch Maximilian. Der rannte in der längsten Partie des Abends mittlerweile einem Minusbauern hinterher, hatte zudem einen Doppelbauern und der Gegner einen giftigen Freibauern. War auf Dauer nicht zu halten und da Otto das vorsichtig und sicher spielte, dauerte es eben noch etwas, änderte aber nichts an der Niederlage.