Achtmal Remis

In der Bezirksliga B hatten wir am 7. Februar die Mannschaft von Pinneberg 2 zu Gast. Es kam zu einem ungewöhnlichen Ergebnis: Alle acht Partien gingen unentschieden aus. Ungewöhnlich war aber auch, dass dieses Ergebnis so nicht zu erwarten war. Es gab nämlich beträchtliche Unterschiede in den Wertungszahlen der Spieler. Jeder Blankeneser war seinem Gegner nominell überlegen. Im Schnitt hatten die Blankeneser Spieler einen DWZ-Vorsprung von 186 Punkten gegenüber den Pinnebergern. Die statistische Gewinnerwartung lag damit bei 6:2 für Blankenese.

Warum wurde es dann nur ein 4:4? Auffällig war, dass etliche Partien so um den 20. Zug herum oder sogar noch früher remis gegeben wurden. Offenbar war die Angst zu verlieren größer als der Ehrgeiz, einen ganzen Zähler beizusteuern. Getreu dem Motto: Ein Remis lässt nichts anbrennen, der Nachbar wird‘s schon richten. Doch wenn der Nachbar genauso denkt, dann kommt nichts anderes heraus als nebenstehendes Resultat.

Dabei hätte es durchaus auch ein knapper Sieg werden können. Die klarste Gewinnchance hatte Holm Schröder an Brett 1. Er hatte einen ganzen Turm gewonnen, ließ sich dann aber von dem vorpreschenden Freibauern seines Gegners einschüchtern und gab das soeben gewonnene Material wieder zurück. Eine spätere Analyse ergab, dass die Rückgabe eines Springers ausgereicht hätte, um den Angriff abzuwehren.

Auch Dieter Steinwender an Brett 4 hatte in der Eröffnung eine chancenreiche Ausgangslage mit zahlreichen Drohungen geschaffen. Ein überraschender Gegenangriff machte aber die Hoffnungen auf einen Sieg zunichte.

In der dritten Runde geht es am 22. Februar 2024 nach Harburg zum Spiel gegen Diagonale 2.