Am Samstag, 18.01.2025 war es soweit: Unsere Schachabteilung trat bei der Vorrunde zur Deutschen Pokalmannschaftsmeisterschaft an. Über die Gruppeneinteilung und unsere möglichen Gegner wurde u.a. auf der Internetseite des DSB und von Alfred bereits berichtet. Wir hofften darauf die Mannschaft von Potsdam zugelost zu bekommen, da wir uns hier noch am ehesten Außenseiterchancen zutrauten. Die Losfee bescherte uns tatsächlich dieses Glück und mit Eero an Brett 1, ich an 2, Berthold an 3 und Maximilian an Brett 4 spielten wir somit also gegen den Potsdamer SV Mitte, eine Mannschaft der Oberliga Ost. In der Parallelbegegnung traf der Zweitligist SC Kreuzberg auf den SK Norderstedt, der in der Oberliga Nord zu Hause ist. Gespielt wurde mit 1:30 Stunden für 40 Züge plus 30 Minuten für den Rest plus 30 Sekunden pro Zug.
Tja, so richtig gut liefen die Partien nicht für Eero, Berthold und mich, lediglich Max bekam eine schöne Stellung mit Angriffschancen aufs Brett. Der Spielstärkeunterschied wurde ab der zweiten Stunde immer deutlicher und trotz der Führung durch Max war eigentlich klar, dass wir den Kampf verlieren werden. Am Ende stand es dann dann 3:1 für Potsdam.

Die Begegnung zwischen Kreuzberg und Norderstedt lief zu dieser Zeit noch an allen vier Brettern. Schließlich gingen die Berliner durch einen Sieg an Brett 4 in Führung und in den übrigen Partien standen interessante Endspiele auf dem Brett, jeweils mit einem Mehrbauern für die Kreuzberger. Es ist äußerst schade, dass kaum Vereinsmitglieder die Möglichkeit nutzten, sich diese Partien anzusehen. Vor allem das spätere Endspiel Turm und Läufer gegen Turm fand ich sehr lehrreich. Am Ende siegte der Favorit Kreuzberg mit 3:1 und traf damit am Sonntag auf Potsdam.

„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze!“ Diese abgedroschene Phrase sollte am zweiten Turniertag einmal mehr zutreffen. Der Oberligist Potsdam besiegte den Zweitligisten Kreuzberg durch Siege an den Brettern 1 und 2 und Niederlagen an den Brettern 3 und 4 nach Berliner Wertung! Die Potsdamer sind somit für die Zwischenrunde der DPMM 2025 qualifiziert. Diese findet leider ohne Hamburger Beteiligung statt, da der HSK am Samstag in seiner Spielgruppe gegen Kiel verlor.
Für unseren Verein war es eine Ehre, dieses bundesweite Event durchzuführen.
Thorsten Wennmann
