Blankenese 1 gegen HSK 6

In der 7. Runde der Stadtliga spielten wir gegen HSK 6. Wir waren Tabellennachbarn & HSK hatte 30 DWZ Punkte Vorsprung.

 

In meiner Partie hatte mein Gegner das Läuferpaar, dafür aber 2 große Felder schwächen auf d 4 & f 4. Ich versuchte mit meinen Springern, diese Felder zu besetzen. Es war eine Situation entstanden, in der für beide Seiten die Zugwiederholung der beste Zug war. Wäre ich abgewichen und hätte weiter gespielt, hätte ich meinen guten Springer gegen den  schlechten weißen Springer auf b3 tauschten müssen. Anschließend wären die Läufer aktiviert worden. Wäre mein Gegner abgewichen, hätte ich guten Springer gegen schlechten Läufer gehabt. Ich schaute mir zu diesem Zeitpunkt alle anderen Bretter an. Es sah sehr gut aus. Michael hatte Bauern mehr, Stephan gewann die Qualität, Dieter hatte Raumvorteil und Slobodan Angriff. Ich wiederholte deshalb die Züge zum Unentschieden.

 

Wenig später schloss auch Wolfgang mit Remis ab. Die Stellung war blutleer und Chancen gab es für keinen der beiden.

 

Bernd hatte es geschafft, eine doppelte Bauerngabel zu kreieren. Die 1. Gabel konnte noch durch Abzugsschach abgewendet werden, anschließend rückte der Bauer dann aber zur nächsten Gabel vor. Bernd gewann Figur und nach sorgfältigem Spiel die Partie.

 

Slobodan hatte für Angriff auf der G Linie Bauern geopfert. Nachdem Gegner es gelungen war, die Schwerfiguren zu tauschen, blieb Endspiel mit Springer und Minus- bauern gegen Läufer. Slobodan gelang es, einige Bauern abzutauschen dann eine Festung zu errichten. Es blieb beim Remis.

 

Zu diesem Zeitpunkt  opferten  sowohl Dieter als auch Siaquiyah Bauern bzw. Qualität. Ich hielt das opfer von Dieter für falsch, das von Siaquiyah für berechtigt. Ich sollte mich irren. Siaquiyah hat in der Abwicklung übersehen, dass ein Turm gefangen wurde. Er verlor seine 1. Partie in dieser Saison.

 

Dieter konnte den Bauern zurück gewinnen, geriet aber in ein Endspiel das schlechter war. Sein Gegner hatte Freibauern  e6 und damit letztendlich gewonnen.

 

Michael hatte im frühen Mittelspiel einen Randbauern gewonnen, dafür standen 2 seiner Figuren aber etwas deplatziert. Sein Gegner versuchte Bauernsturm am Königsflügel. Diesen hat Michael wohl unterschätzt. In den Abwicklung in Zeitnot übersah er dann eine Springergabel und verlor.

 

Stefan hatte schönen Angriff und dabei Qualität gegen Bauern gewonnen. Anschließend stand Stephans König aber ungeschützt und dem Gegner gelangt es, seine Läufer gut aufzustellen. Es drohten immer wieder Gabeln und am Ende sogar ein Mattnetz mit den Läufern. Stefan hatte die Möglichkeit zum Dauerschach, wollte aber gewinnen. In Zeitnot übersah er dann, dass die gegnerischen Bauern durchliefen und verlor auch.

 

Insgesamt haben wir 5,5 zu 2,5 verloren. Der Mannschaftskampf war aber viel enger, als  das Ergebnis dies andeutet. Zwischen 21:00 und 22:30 Uhr hatte ich eigentlich erwartet, dass wir gewinnen können.

 

Diese Runde war dennoch erfolgreich für uns. Da Mitkonkurrenten verloren haben, steht fest, dass wir nicht mehr absteigen können. Unsere Saisonziel haben wir damit bereits nach der 7. Runde erreicht. Wir können uns auf eine 2. Saison in der Stadtliga freuen.