Blankenese 2 besiegt HSK 11

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Runde 3 stand an und mit den Veteranen von HSK 11 kam die Hamburger Bezirksligainstitution und ein echter Gradmesser an den Hemmingway. Die zudem noch ersatzgestärkt aufliefen, gastierte doch an Brett 8 der nominell deutlich stärkste Spieler des Abends.

Bei uns fehlten aus den ersten neunen Bijan und Alfred, nichts böses ahnend freute sich Uwe D. auf seinen Einsatz am achten Brett.Mit 4 Mannen ging es um 19 Uhr los, recht bald trafen die restlichen 4 blanken Nasen ein.

Bahaa übrigens als letztes, dafür war er auch erneut der erste mit beendeter Partie. Sowohl er als auch Schachfreund Basteck zogen recht zügig, stellten dann aber im fortgeschrittenen Mittelspiel fest, dass 3x Stellungswiederholung für beide Seiten das Beste war, was mit jeweils einem halben Punkt goutiert wurde.

Ein Remisangebot gab es von Marcus, der mit seiner Eröffnungsbehandlung wenig zufrieden war, aber sein Gegner wollte auf die zweite Hälfte des Brettpunktes nicht verzichten, jedenfalls noch nicht. Das wollte auch Maximilian nicht, der seinem 170 Punkte schwereren Gegner humorlos den vollen Brettpunkt abnahm. Ich stand an Brett 5 auch so hinreichend gefällig, dass ich das offerierte Remis auch erstmal ausschlug. Auf den beiden offenen Linien c und f hatten meine Türme alles unter Kontrolle und mein Springer nahm schon Anlauf zu einem ewigen Gastspiel auf f4 (für einen schwarzen Gaul ein hübsches Feld). Da mussten noch ein paar Züge her.

Holm stand ziemlich unklar, die Bauernketten standen sich in voller Breite gegenüber. Auch bei Marcus waren die Bauernfreunde am Werk, 3 Leichtfiguren weilten bereits im Aufbewahrungskasten, aber noch alle Bauern auf dem Brett. Bei Stefan waren es auch die Bauern auf dem Brett, die die Musik machten, konkret demonstrierte er das Abquetschen eines gegnerischen Läufers ohne Rückzugsfeld. Mit Mehrfigur spielt es sich leichter…

Valeriya s Spiel war so richtig ein positioneller Kampf, die Damen und eine Leichtfigur waren weg, dazu auch 2 Bauern, alles andere stand noch. Die b-Linie wurde dann Schauplatz eines Abtausches der 4 Türme, wonach Valeriya mit dem Läuferpaar schon mal einen Bauern sicher abernten könnte. Zuvor schenkte der Gegner noch auf dem anderen Flügel einen weiteren Bauern her, das war schon kaum noch nicht zu gewinnen. Wurde dann nach einem nur semikorrekten Figurenopfer des Gegners auch gewonnen.

Ich stand inzwischen richtig gut und bekam dann noch einen Turm einzügig geschenkt, das war dann der 4. Brettpunkt und damit schon mal ein Mannschaftspunkt sicher.

3 Partien liefen noch, wovon Stefans gewonnen aussah, Holms immer noch unklar und Uwe hatte einen wahrlich schweren Stand, der Gegner stand einfach besser.

Das wurde für Uwe auch im weiteren Verlauf nicht angenehmer, die Partie ging verloren. Stefan hatte zu seiner Mehrfigur inzwischen einen enormen Zeitvorteil, den des Gegners 2 Minuten für 16 Züge sind in einer komplizierten, taktischen Stellung schon ein echter Faktor. Der gab auch den Ausschlag, die Partie wurde durch Zeitüberschreitung entschieden und damit war der Mannschaftskampf gewonnen. Nicht gewonnen war dagegen Holms Partie, der nach einem Bauerndurchbruch am Königsflügel mächtig unter Druck stand und der zudem dann auch etwas unnötig eine Qualle geben musste. Eine zeitlang konnte er sich noch auf den Beinen halten, wobei die Umstehenden wenig Remisversprechendes entdecken konnten. Bis kurz vor 12 dauerte es noch, dann war die Ergebniskorrektur amtlich.

Blankenese 2 - HSK 11

Bleibt unterm Strich der 3. Sieg im 3. Spiel, so darf das gerne weiter gehen.