Spielbericht Blankenese 2 – HSK 12

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Mit HSK 12 gab es einen zweiten Gast aus dem Hause HSK am Hemmingway. Das Team war mit 2 Auftakterfolgen gut in die Saison gestartet, musste aber zuletzt doch ein paar Federn lassen. Wir wollten natürlich auch  den Federschmuck in Form der Mannschaftspunkte zuhause behalten und konnten in sehr starker Besetzung antreten. Da Arijit gerade in Hamburg weilte und wir verhindern wollten, dass er sich langweilt, setzten wir ihn gerne als Ersatzspieler an Brett 8 ein. Damit kamen wir auf einen DWZ-Schnitt von 1810, das dürfte für Blankeneses zweite schon ein Rekordwert sein.

Nicht so rekordverdächtig war die dürftige Besetzung zum Beginn des Mannschaftskampfes, wo zunächst nur 3 Spieler anwesend waren. Der Groll des Vizekapitäns war mehr als berechtigt.

Nach und nach füllten sich aber die Reihen, so daß keiner der Gäste ungespielt  nach Hause fahren musste.

 

Mein Gegner an Brett 5 erlaubte sich in der Eröffnung einen Tempoverlust, der mir Initiative ermöglichte. Es ergab sich schnell eine scharfe Stellung, wo eben jenes Mehrtempo mir ermöglichte, dem König auf d2 etwas Freigang zu verschaffen. Kurz darauf wurde dafür dann die gegnerische Dame beim zurückschlagen eines quallengestärkten Gaules auf h1 kaserniert, gut geschützt hinter der eigenen Bauernkette. Das sah ganz gut aus. Der König blieb brav in der Mitte und nachdem meine Türme auf d8 und e8 ihre Parkposition eingenommen haben, fielen nacheinander ein gegnerischer Turm, dann ein Läufer und zuletzt wäre die befreite Dame dran gewesen, das war es aber dann auch. 1:0

Bahaa eröffnete mal ganz klassisch mit natürlicher Figurenentwicklung. Infolge eines Scheinopfers kam er kurzzeitig etwas unter Druck, allerdings verpasste der Gegner das konsequente Nachsetzen / Nachopfern und Bahaa konnte sich stabilisieren und einen weiteren Fehler zum Sieg nutzen.  2:0

Valeriya kam einigermaßen früh in eine endspielähnliche Stellung mit TTL hüben wie drüben, ungleichfarbige Läufer. Und mit einem Mehrbauern. Fragte mich als MF, was ich von Remis hielte. Obwohl ich ihr gerne den frühen Feierabend gegönnt hätte, habe ich ihn ihr doch verwehrt. Zum einen wegen ihrer durchaus respektablen Endspielkünste, zum anderen stand Valeriya einfach dynamischer und der halbe Punkt sah wenig gefährdet aus und der ganze durchaus in Reichweite. Sie spielte weiter und als der eigene Freibauersich ans rennen machte, war das Rennen an Brett 7 auch bald erfolgreich beendet, 3:0

Alfred kam nicht so recht zum Zuge, es sah schon solide aus, aber mit einem Doppelbauern hatte er eher eine leichte Schwäche und keine echten Vorteile. Das Remisangebot seines Gegners nahm er auch vor dem Hintergrund des Zwischenstandes des Mannschaftskampfes an, 3,5:0,5

An den übrigen Brettern hatten Arijit und Maximilian leichte Vorteile, Marcus hatte einen Bauern mehr aber etwas gedrückte Stellung und Holm musste sich schon eines latent unangenehmen Angriffs erwehren.

Arijit konnte dann seine Partie gewinnen und damit waren die 2 MP im Sack. Marcus gab zwischenzeitlich 2 Bauern, um sie sich mit besserer Stellung kurz darauf erneut zu holen. Zum Schluss konnte er sich sogar ein Turmopfer leisten, um auf dem Flügel den gegnerischen König einfach mal so mit 2 Bauern matt zu setzen.

Holm kämpfte gegen einen 3-Bauern Rückstand an, der Gegner ließ ihn zwischenzeitlich auf 1 Bauern wieder herankommen, um dann erneut auf 2 Bauern zu erhöhen. War auf Dauer nicht zu halten, Holm gab auf.

Maximilian hatte im Schwerfigurenendspiel einen Bauern mehr, diesen Vorteil konservierte er sich ins Turmendspiel, welches auf Dauer klar gewonnen war. Und gewonnen wurde.

So wurde es am Ende ein souveräner 6,5 : 1,5 Erfolg, womit wir die Tabellenführung und die weiße Weste verteidigen konnten. In dem Sinne: Frohe Ostern