Blankenese 3 mit durchwachsenem Start

Die 3. Mannschaft ist mit einer Niederlage und einem Sieg in die Saison gestartet. Bei St. Pauli 7 gab es eine ziemlich glatte Niederlage; ein zwischenzeitliches 0 : 3 konnten wir leider nicht mehr aufholen. Ich erkämpfte ein Remis, unser neuer Mannschaftskamerad Eero holte am 8. Brett mit einer schönen Kombination, die für weniger begabte Rechner (zum Beispiel Eeros Gegner und ich) wie eine Fehlkombi aussah, den ersten Sieg. Hoffnung kam nur kurz auf, denn zwei weitere Kameraden verloren bald darauf. Zum Schluss holte Gerhard am 6. Brett in einem schwierigen Endspiel den zweiten ganzen Punkt. Es wäre aber eigentlich mehr drin gewesen, im Vorjahr haben wir gewonnen…

Dasselbe galt auch für den zweiten Gegner SW Harburg. Die erlaubten sich, in Bestbesetzung anzutreten. Bei uns standen auch alle zur Verfügung, bis auf Gerd, der sich rechtzeitig krank meldete. Es wurde ein echtes „Endspiel“ um den Klassenerhalt, der 8. (laut Rangliste in unserer Gruppe) spielte gegen uns als 9. Zuerst vermeldete Michael ein Remis, Uwe gewann, und Stefan W. verlor. Ich konnte in meinem Spiel relativ schnell Vorteile erzielen, musste zwar 50 Züge spielen und steuerte dann den Punkt zur 2,5 : 1,5 „Halbzeitführung“ bei. Niklas verlor wenig später, aber Jakob (an Brett 2!) brachte uns wieder in Führung. Gerhard und Stefan Krafts Spiele mussten die Entscheidung bringen. Gerhard zog den kürzeren, an Stefans Brett entwickelte sich ein echter Krimi.

Stefan musste in die Verlängerung mit einem bedenklichen Rückstand an Bedenkzeit. Er hatte zwei Mehrbauern, beide jeweils zwei Türme, einen Springer und ein paar Bauern. Stefan konnte dann seinen König in Sicherheit bringen und einen weiteren Bauern gewinnen. Der Zeitrückstand war fast ausgeglichen, aber die restliche Bedenkzeit schon im einstelligen Minutenbereich, als Stefans Gegner eine Springergabel übersah und dadurch einen Turm verloren hätte. Er gab sofort auf.

Damit haben wir ein wichtiges Spiel gewonnen, aber der Klassenerhalt ist noch weit. Nächstes Mal geht’s zum Hamburger Schachklub.